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KuS Unternemensberatung GmbH
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Elektronische Archivierung
Was ist das?
Ihr Archiv platzt aus allen Nähten und sie wissen nicht, wo sie den 203. Ordner
unterbringen sollen. Außerdem suchen sie schon seit einer Woche eine ältere Rechnung
der Stadtwerke. Die muss irgend jemand falsch abgelegt haben!
Stellen sie sich nun vor: Ihr Archiv braucht nur so viel Platz wie vier Ordner und darin
können sie bis zu 5 Millionen Seiten oder 20.000 prall gefüllte Ordner unterbringen. Die
Suche nach ihrer Rechnung können sie bequem – wie bei Google - am Arbeitsplatz durch
Eingabe der Suchbegriffe – z.B. „Rechnung Stadtwerke 2003“ - erledigen. Die Antwort
erhalten sie sofort auf dem Monitor oder Drucker.
Wer kann das nutzen?
Jeder Unternehmer ist zur Archivierung seiner Geschäftsunterlagen verpflichtet.
Steuer-recht und Handelsrecht gestatten über § 147 Absatz 2 AO, § 257 Absatz 3 HGB im
Grund-satz die Aufbewahrung von Unterlagen auf einem Bild- oder Datenträger, wenn
dies in Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GOB) entspricht. Das wird schon von
den meisten Großunternehmen genutzt. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen
sind es nur 3 – 5%. Grund dafür ist sicherlich, dass sich der Aufwand für
Arbeitsplatzsoftware, EDV-Administration und Schulung bei herkömmlichen
Archivsystemen erst ab einer bestimmten Archivgröße rechnet. Der technische
Fortschritt macht es aber inzwischen möglich, dass elektronische Archive auch ohne
diesen Aufwand effektiv eingesetzt werden können. Solche Systeme benötigen nur noch
einen Stromanschluss und eine Verbindung zum Arbeitsplatzrechner oder Netzwerk.
Dabei ist es egal ob die vorhandenen Rechner mit Windows, Mac oder Linux arbeiten.
Weiterer Aufwand für Schulung und Betrieb entsteht nicht. Dadurch wird es auch für
kleine und mittlere Unternehmen interessant, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Wie sicher ist das?
So ein Archivsystem kann die Daten parallel auf mehreren austauschbaren Festplatten
speichern. So können z.B. 2 Platten im System sein. Wenn eine Platte defekt ist, muss
sie nur ausgetauscht werden. Die neue Platte wird dann automatisch wieder auf den
aktuellen Stand gebracht. So kann man auch eine dritte Platte regelmäßig aktualisieren
und sicher gegen Feuer oder Wasser geschützt aufbewahren.
Die Daten werden auf der Festplatte verschlüsselt gespeichert, so das die Daten, falls
die Platte einmal in falsche Hände geraten sollte, nicht gelesen werden können. Der
Zugang zu dem Archiv kann auf bestimmte Personen beschränkt werden.
Wie funktioniert das?
Alle Dokumente, Bilder oder Filme auf dem PC können archiviert werden. Dazu müssen
die Informationen nur auf das Archivsystem übertragen werden. Eine automatisierte
Datenübernahme aus dem vorhandenen Warenwirtschafts- oder Buchhaltungssystem
kann natürlich auch eingerichtet werden. Papierdokumente können aber auch mit
einem Scanner direkt in das Archiv eingelesen werden.
In allen Fällen ist dann noch eine Verschlagwortung für die Suchfunktion notwendig. Ein
intelligentes Archivsystem kann auch das automatisch übernehmen. Es kann bei der
Übernahme von PC und auch beim Scannen alle Wörter der ersten Seite des Dokuments
als Suchbegriff speichern. Die Informationen eines Eingangs- oder Archiv-stempels
können selbstverständlich auch interpretiert werden. Selbst ein Barcode ist kein
Problem. Damit kann der Aufwand für das Archivieren in vielen Fällen auf einen
Knopfdruck oder das Scannen reduziert werden.
Das Archiv kann in der gewohnten Abteilungs- und Ordnerstruktur eingerichtet werden.
Damit können alle archivierten Dokumente entweder über die Ordnerstruktur oder
übergreifend mit Hilfe der Suchbegriffe wieder aufgefunden werden. Das lange Suchen
in Bergen von Akten gehört damit der Vergangenheit an.
Sind damit die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten erfüllt?
Die archivierten Dokumente können nicht mehr manipuliert oder gelöscht werden. Der
Schutz gegen Datenverlust, Vernichtung und Missbrauch ist ebenfalls ausreichend
gegeben. Die Hersteller lassen sich das in der Regel entsprechend von einem
unabhängigen Wirtschaftsprüfer zertifizieren und dann kann auch das Finanzamt nichts
mehr gegen die elektronische Archivierung und die Vernichtung der Papierunterlagen
haben.
Was kostet das?
Es gibt inzwischen elektronische Archivierungssysteme die man komplett, inklusive
Wartung und Garantie für ca. 150.- Euro / Monat mieten kann. Vergleicht man diese
Kosten mit dem Aufwand für Raum, Akten und Regale bei einem herkömmlichen Archiv,
so wird man feststellen, dass der Unterschied nicht allzu groß ist. Rechnet man die
Einsparungen bei Platz und Arbeitszeit für archivieren und wieder auffinden noch hinzu,
ist die elektronische Archivierung oft sogar günstiger.
Fazit
Wer seine Dokumente aufbewahren muss – also jeder Unternehmer – sollte einmal
darüber nachdenken, ob die elektronische Archivierung nicht eine Alternative zur
bisherigen Praxis ist. Denn sie ist meistens
➢
komfortabler,
➢
platzsparender,
➢
arbeitszeitsparender,
➢
sicherer,
➢
übersichtlicher
➢
und last but not least kostengünstiger.